Axial verpresste Dichtung mit radialer Pressung auf der Welle, im Betrieb durch Nachziehen der Stopfbuchsbrille an den Verschleiß anpassbar.
Eine Stopfbuchse besteht aus einer Stopfbuchsbrille und einer Stopfbuchspackung. Die Stopfbuchspackung ist dabei die eigentliche Dichtung; sie wird mittels Schrauben oder Federn über die Stopfbuchsbrille axial verpresst. Über die axiale Pressung wird die Packung gedehnt, woraus eine radiale Pressung auf der Welle resultiert. Der Dichtspalt wird durch den Druck der Stopfbuchsbrille eingestellt.
Große Kontaktflächen und hohe Druckkräfte sind zur Abdichtung erforderlich, woraus sich hohe Reibwerte ergeben. Vorteilhaft ist, dass die Dichtung durch Nachziehen der Stopfbuchsbrille dem laufenden Verschleiß angepasst und so die Leckage verringert werden kann.
Übliche Einsatzbereiche sind Pumpen, Rührwerke sowie Spindelabdichtungen in Regel- und Stellventilen. Durch geeignete Materialauswahl kann eine Stopfbuchse, im Gegensatz zu Elastomerdichtungen wie dem O-Ring, auch bei höheren Temperaturen (über 200 °C) eingesetzt werden.
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