Gleitring & Gegenring

Hauptkomponenten der Gleitringdichtung sind zwei aufeinander gleitende Bauteile: der befederte Gleitring und ein Gegenring. Einer der beiden Ringe sitzt fest im Gehäuse (stationär), der andere Ring ist auf der rotierenden Welle befestigt. Durch Anpressung an den axialen Stirnflächen erreicht man eine selbsttätige Einstellung eines sehr engen Dichtspalts.

Ein Leckagestrom bildet sich in radialer Richtung durch den Dichtspalt. Variiert wird die Spalthöhe durch eine axiale Relativbewegung der Dichtflächen, daher ist auch der Begriff Axialdichtung für die Gleitringdichtung gängig. Vor allem wegen ihrer sehr geringen Leckage werden Gleitringdichtungen in allen Bereichen der Technik eingesetzt. Im Vergleich zu Stopfbuchspackungen haben sie einen wesentlich engeren Dichtspalt und eine geringere Reibung.

Sehr geringe Leckage Enger Dichtspalt Geringe Reibung
Gleitringdichtung mit Gleitring und Gegenring

Wo Gleitringdichtungen dichten

Insbesondere zur Abdichtung druckbelasteter Wellendurchtrittsstellen werden Gleitringdichtungen eingesetzt. Prozesspumpen in der chemischen und petrochemischen Industrie, Werkzeugmaschinen, Kompressoren, Getriebe, Mischer und Rührwerke sind meist mit Gleitringdichtungen abgedichtet.

Bei der Abdichtung umweltgefährdender Flüssigkeiten werden produktseitig in aller Regel Gleitringdichtungen verwendet.

Gleitringdichtung Detailansicht

Häufige Fragen

Was ist eine Gleitringdichtung?

Eine Gleitringdichtung (GLRD) dichtet eine rotierende Welle über zwei aufeinander gleitende Ringe ab: einen befederten Gleitring und einen Gegenring. Sie stellt selbsttätig einen sehr engen Dichtspalt ein und erreicht dadurch eine besonders geringe Leckage.

Wie funktioniert eine Gleitringdichtung?

Ein Ring sitzt fest im Gehäuse, der andere rotiert mit der Welle. Über eine axiale Anpressung an den Stirnflächen entsteht ein sehr enger Dichtspalt; weil die Spalthöhe axial variiert, spricht man auch von einer Axialdichtung.

Gleitringdichtung oder Stopfbuchspackung?

Die Gleitringdichtung hat einen wesentlich engeren Dichtspalt, geringere Reibung und deutlich geringere Leckage. Die Stopfbuchspackung ist einfacher und im Betrieb nachstellbar, lässt aber mehr Leckage zu.

Wo werden Gleitringdichtungen eingesetzt?

Vor allem an druckbelasteten Wellendurchtritten: Prozesspumpen der chemischen und petrochemischen Industrie, Werkzeugmaschinen, Kompressoren, Getriebe, Mischer und Rührwerke sowie bei umweltgefährdenden Medien. Alle Wellendichtungen im Überblick.

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